Prosteste gegen die AfD

Am 30.04.2014 versuchte die rechtspopulistische Partei AfD – Alternative für Deutschland – unter ihrem Chef Bernd Lucke Wahlkampf im Konsul-Hackfeld-Haus zu betreiben. Hierzu erschienen rund 150 Personen, denen sich in etwa 90 Gegendemonstrant_innen entgegenstellten. Trotz der immer wiederkehrenden Beteuerung, eine demokratische Partei zu sein, hatte die AfD an diesem Nachmittag wohl einen ihrer zahlreichen Aussetzer. Wurden zunächst zahlreiche Pressevertreter_innen aus dem Saal geworfen, da diese fotografisch die Veranstaltung festhalten wollten (siehe: http://taz.de/AfD-Veranstaltung-in-Bremen/!137680/), folgten im Anschluss eine Person, die anprangerte, dass dieses Verhalten undemokratisch sei, sowie eine Gruppe Schüler_innen. Zuvor gab es vereinzelte Personalienaufnahmen unter Zwang. Bezeichnend für die anscheinende Wählergruppe der AfD war zum Ende der Veranstaltung eine ältere Dame, die die Diskussion suchte. Sie stellte fest, dass sie „schon viele Hunde [hatte], auch Mischlinge, und dies nie gutgegangen“ sei, sowie schließlich auch „bei Tieren […] doch auf Rassentrennung geachtet  [werde], warum nicht auch bei Menschen?“.  Die 3.5 stündigen Gegenproteste verliefen lautstark mit diversen Lärmmitteln, die die Veranstaltung maßgeblich beeinträchtigen. Größe Zwischenfällt blieben aus.

 

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