Demonstration zum „Bremer Brechmittelprozess“

Am Dienstag, dem 11.06.2013, versammelten sich rund 250 – 300 Demonstrant_innen auf dem Ziegenmarkt, um von dort über die Domsheide Richtung Innenstadtkern einen Protestmarsch durchzuführen. Dieser richtete sich gegen die drohende Einstellung des Prozesses um den im Januar 2005 im Polizeigewahrsam verstorbenen Laya-Alama Condé. Dem damals zuständigen Polizeiarzt wird vorgeworfen, Condé regelrecht mit Brechmitteln und übermäßiger Wasserzuwurf ertränkt zu haben, um so an die im Magen vermuteten Drogen zu gelangen. Zuvor wurde dieser schon zwei mal vom Bremer Landesgericht freigeprochen. Diese Freisprüche wurden jedoch direkt vom Bundesgerichtshof aufgrund schwerer Verfahrensfehler wieder aufgehoben. Beim nun dritten Anlauf soll das Strafmaß auf „fahrlässige Tötung“ anstatt auf „Körperverletzung mit Todesfolge“ gesenkt werden, um so die Möglichkeit haben zu können, das Verfahren einzustellen. Bei der Demonstration fiel auf, dass die Polizei ab der Domsheide gezielt versuchte, die Spitze der Demo durch ein unnötiges Polizeispalier zu verdecken. Warum auf einmal diese Menge von Polizisten benötigt wurde und warum zeitweise gefilmt wurde bleibt rätselhaft, schließlich verhielten sich die Demonstrant_innen zu keinem Zeitpunkt aggressiv.

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