Keine Zukunft für Nazis in Wolfsburg

Am 1. Juni marschierten ca. 500 Nazis durch Wolfsburg um ihren „Tag der deutschen Zukunft“ zu zelebrieren. Zeitgleich feierten mehrere tausend Menschen auf dem Parkplatz direkt am Bahnhof ein „Fest der Demokratie“ welches von dem bürgerlichen Bündnis „Schulterschluss der Wolfsburger Demokraten“ ins Leben gerufen worden war. Die Angekündigten Blockade-Aktionen auf der Route der Nazis, waren weitgehend erfolglos, da die Polizei alles weiträumig abgesperrt hatte und unter Gewalteinsatz verhindern konnte, dass Aktivist_innen effektiv die Nazis stören konnten. Die Nazis, unter denen Szene-Größen wie Dieter Riefling (Hildesheim) oder Christian Worch (Die Rechte) waren, konnten so mehr oder minder ungestört durch ein völlig abgeriegeltes, menschenleeres Wolfsburger Industriegebiet laufen. Gründe für das Scheitern von Blockade-Aktionen scheinen die geringe Anzahl der Blockierer_innen (nur mehrere Hundert) sowie die Taktik der Polizei, gefühlt alle 200 Meter eine Straßensperre zu errichten und Aktivist_innen sofort mit Pfefferspray-, Schlagstock-, Hunde- und Pferdeeinsatz zu kesseln und stundenlang festzuhalten, zu sein. Es gab mehrere Verletzte, die von den anwesenden Demosanis versorgt werden mussten. Die Polizei ihrerseits, rechtfertigte ihr Vorgehen mit dem Vorwurf des schweren Landfriedensbruchs und versuchter schwerer Körperverletzung gegen die Beamt_innen. Es kam zu einigen Festnahmen und massenhaften erkennungsdienstlichen-Behandlungen mit folgenden Platzverweisen.
Auch Journalist_innen wurden in Kesseln festgehalten und trotz Presseausweis und/oder Akkreditierung bei den Pressekontakten der Polizei, durchsucht, erkennungsdienstlich behandelt und teilweise mit einem Platzverweis weg geschickt – wie die Kolleg_innen, so ihre Arbeit machen sollen erscheint schleierhaft und das obwohl die Kommunikation mit den Polizeipresseteams insgesamt doch recht gut klappte.

Eine Abschlusserklärung des Bündnis „No Tddz – Keine Zukunft für Nazis!“ findet ihr unter: https://no-tddz.org/

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