Kein Werben fürs Sterben! – Aktion gegen die Bundeswehr

Am heutigen Freitag, den 08.02.2013, störten ca. 30 Aktivist_innen einen Stand der Bundeswehr auf der Berufsinformationsmesse im Weserpark in Bremen. Mit lauten schreien fielen blutüberströmte Menschen vor dem Stand der Bundeswehr zu Boden und verharrten dort knapp 1,5 Stunden. Durch die Aktion konnte sowohl der Ablauf am Stand der Bundeswehr gestört werden, als auch über Militarismus und Rekrutierungsmethoden aufgeklärt werden. Nach etwa 45 Minuten fuhren zwei Mannschaftswagen der Polizei vor, die anscheinend zuvor durch die Bundeswehr gerufen worden waren. Nach kurzer Zeit zogen sich allerdings die Polizist_innen unter Applaus wieder zurück, da das vermutete Bedrohungsszenario als in keinster Weise zutreffend bewertet wurde. Die Aktion endete schließlich nach knapp 1,5 Stunden unter lauten „Kein Werben fürs Sterben“-Rufen

 

Anbei noch die Pressemitteilung der Gruppen zur Aktion

Bundeswehr raus aus Schulen und Berufsmessen! Heute haben wir, die linksjugend [‘solid], unterstützt von der linken Schüler*innengruppe à gauche und der FAU (Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union), die Werbeaktion der Bundeswehr auf der gerade stattfindenden Berufsmesse im Weserpark Bremen gestört. Mit kreativem, lautem und bunten Protest haben wir ein deutliches Zeichen gegen die Kriegspropaganda der Bundeswehr und ihren Versuch gesetzt, sich als ‚normalen‘ Ausbildungsplatz und attraktiven Arbeitgeber zu inszenieren. Zur Aktion Mit einem erneuten „Die-in“-Flashmob vor dem Stand der Bundeswehr haben wir unter dem Motto „Die Bundeswehr geht über Leichen… Du auch?“ dem falschen Schein der Kriegspropagandisten eine Inszenierung entgegensetzt, die der grausamen Realität des mordenden Soldatentums gerechter wird: Aktivist_innen stellten mit lauten Schreien und blutbefleckten T-Shirts das Sterben von Zivilist_innen dar. Alltag für Soldat_innen im Kriegseinsatz, der bei Berufsmessen gerne verschwiegen wird. Neben den Leichen am Bundeswehrstand hatten wir unser Banner mit der Forderung „Kein Werben fürs Sterben“ vor dem Bundeswehrstand ausgelegt. Während überraschte Besucher_innen des Weserparks interessiert die Leichen musterten und das Banner bestaunten, verteilten wir Informationsmaterial über Militarisierung, Kriegseinsätze und die Werbestrategien der Bundeswehr an Bildungsstätten. Klar, dass auch die tapferen Mörder fürs Vaterland nicht gerne mit diesen Wirklichkeiten konfrontiert werden und die Polizei riefen, um dieses Szenario schnellstmöglich aufzulösen. Diese traf mit zwei Mannschaftswagen ein und verließ nach 2 Minuten wieder den Protestort. „Hier passiert nichts! Abrücken!“, rief der Einsatzleiter sichtlich verärgert über den offensichtlich überflüssigen Einsatz. Hintergrund der Aktion Dass die Bundeswehr immer wieder versucht, mit ihrer kriegstreibenden Werbepropaganda gerade uns Jugendliche – ob an Schulen, Berufsmessen oder in der Bravo- in die Verpflichtungs-Falle zu locken, werden wir nicht akzeptieren! Für alle Bildungs- und Ausbildungsstätten gilt: Bundeswehr, wegtreten! Gegen jede Verharmlosung von Krieg + Militär! Wo immer die Bundeswehr sich und ihre Lügen von „Sicherheitspolitik“, „Karrierechancen“ oder der „Verteidigung von Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit“ verkaufen will, werden wir auch sein und deutlich machen, worum es wirklich geht: Massaker an Zivilisten sind keine Ausnahme- der brutale Krieg um wirtschaftliche Interessen ist längst zur Normalität in der ständigen Staatenkonkurrenz geworden. Und dass es hier nicht um die Sicherung des Friedens, sondern ganz im Gegenteil um die kriegerische „Aufrechterhaltung des freien Welthandels und den ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“ geht, ist sogar den Verteidigungspolitischen Richtlinien für die Bundeswehr selbst zu entnehmen. Solange diese Gewalt weitergeht, solange Krieg und Kapitalismus unser Leben bestimmen, werden auch wir weiterkämpfen! Gegen die Militarisierung der Gesellschaft! Gegen Bundeswehr und Kriegsindustrie – überall! Gegen das Morden und Sterben für Staat, Nation und Kapital

Für das schöne Leben

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