Gedenkaktion für Laye-Alama Condé

Am 05.01.2013 fand in Bremen eine Kundgebung für den am 07.01.2005 im Bremer Polizeigewahrsam durch die gewaltsame Verabreichung von Brechmitteln getöteten Laye-Alama Condé statt. Die Aktivist_innen erinnerten an den 35 Jährigen, dem unter dem Verdacht des Drogenbesitzes im gefesselten Zustand auch dann noch Brechmittel eingeflößt wurden, als er sich bereits im Koma befand. Trotz mehrerer Prozesse, bei denen die beteiligten Polizisten aufgrund von Verjährungsfristen nicht mehr belangt werden konnten, kam es nicht zu einer Verurteilung des verantwortlichen Arztes. Da die beiden bisherigen Urteile vom BGH, aufgrund von erheblichen Fehlern kassiert wurden, steht eine dritte Verhandlung des Falls vor dem Bremer Landgericht aus. Der, von den Demonstrant_innen als rassistische Mord bezeichnete Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Tötungen von vorwiegend schwarzen Menschen durch die Polizei, an die ebenfalls während der Demonstration zum Sielwall-Eck erinnert wurde. Neben Redebeiträgen und Live-Musik wurde von einem Betroffenen eindringlich geschildert, was es bedeutet, von Rassismus und insbesondere Racial-Profiling betroffen zu sein.

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